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Laseroperation: was geschieht?

Laseroperation � was geschieht?

Mit einer Laseroperation am Auge können Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung (Astigmatismus oder auch Stabsichtigkeit genannt) korrigiert werden. Bei dem Eingriff wird die Hornhaut so verändert, dass die meisten Patienten anschließend wieder ohne Brille oder Kontaktlinsen scharf sehen können.


Was ist ein Laser?

  • Ein Laser ist ein Gerät, das stark gebündeltes, energiereiches Licht aussendet. Mit diesem Lichtbündel kann beispielsweise Gewebe aufgetrennt oder verschweißt werden. Für die Operation am Auge kommt ein sogenannter Excimer-Laser zum Einsatz. Dieser Kaltlichtlaser sendet kein sichtbares Licht aus, sondern ultraviolettes Licht (UV-Licht). Dieses UV-Licht erzeugt nahezu keine Wärme im behandelten Gewebe, ist aber trotzdem so energiereich, dass es die oberste Gewebeschicht, die getroffen wird, präzise verdampft.

Was geschieht bei einer Laserbehandlung?

  • Die Hornhaut ist die durchsichtige Schicht vorne am Auge, deren Aufgabe es ist, das ins Auge einfallende Licht zu brechen und so für ein scharfes Bild zu sorgen. Durch eine Laserbehandlung kann der Brechwert der Hornhaut so verändert werden, dass sich die Fehlsichtigkeit nach erfolgter Behandlung deutlich verbessert hat und der Patient unter Umständen auf Brille oder Kontaktlinsen verzichten kann. Das gebräuchlichste Verfahren der Laser-Behandlung ist die sogenannte Laser in-situ Keratomileusis (LASIK).

Was passiert vor dem Eingriff?

  • Der Arzt untersucht das Auge zunächst sehr gründlich und ermittelt mithilfe eines Computers die genaue Beschaffenheit der Hornhautoberfläche. Auf dieser exakten Grundlage nimmt er dann den Eingriff vor. Der Patient erhält eine Schmerz- und Beruhigungstablette. Anschließend betäubt der Arzt das Auge mit Tropfen, sodass der Patient keine Schmerzen verspürt. Nach dem Eingriff ruht sich der Patient noch einige Zeit aus und kann dann nach Hause gehen.

Wie läuft die LASIK ab?

  • Bei der LASIK wird zunächst mit einem winzigen Messer, dem sogenannten Mikrokeratom, computergesteuert die oberste Schicht der Hornhaut abgeschnitten und wie ein Deckel nach oben geklappt. Nun wird das Innere der Hornhaut mit dem Excimer-Laser abgeschliffen. Anschließend wird der Hornhaut-Deckel wieder zurückgeklappt. Da er sich von selbst festsaugt, muss er nicht angenäht werden. Der Arzt deckt das Auge mit einem durchsichtigen Verband ab, der bereits am nächsten Tag abgenommen wird. Nach der Laser-Behandlung sieht der Patient anfangs noch verschwommen, das bessert sich jedoch schnell, sodass bereits am Tag nach der Operation ein annähernd normales Sehvermögen vorhanden ist. Die endgültige Sehstärke ist nach etwa drei bis sechs Monaten erreicht.

Was ist nach einer LASIK zu beachten?

  • In den ersten Tagen nach der Operation sollte der Patient sich das Auge nicht reiben oder schminken. Auch beim Waschen sollte darauf geachtet werden, dass kein Wasser in das Auge gelangt. Wird das Sehvermögen plözlich schlechter oder beginnt das Auge zu schmerzen, sollte unverzüglich der Augenarzt aufgesucht werden.

Gibt es unerwünschte Wirkungen bei einer LASIK?

  • Wie bei jedem operativen Eingriff kann es auch bei der LASIK zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen:
    • erhöhte Licht- und Blendungsempfindlichkeit bei Dä66mmerung und Nacht
    • eine zu starke oder zu schwache Korrektur der Fehlsichtigkeit
    • sehr selten kann unter den Hornhautdeckel Gewebe einwachsen, sodass eine zweite Operation notwendig wird
    • wie bei allen Operationen besteht ein bestimmtes, hier aber geringes, Infektionsrisiko

Das sollten Sie beachten:

  • Gehen Sie nach einer Laserbehandlung bei plötzlicher Sehverschlechterung oder starken Schmerzen unverzüglich zum Augenarzt.
  • Halten Sie die Nachuntersuchungstermine beim Augenarzt ein und verwenden Sie die verschriebenen Augentropfen.

Publikationsdatum: 06.09.14
Datum geä6ndert: 27.04.11

Wir über uns

Dr. med. Jürgen Heine

Augenheilkunde / Ophthalmologie
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